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Januar 2025
Neues Jahr, neues Glück, neuer Start, neue Projekte.
Jedem der das hier liest, wünsche ich nur das Beste für sein individuelles 2026. Macht was draus und vor allem bleibt gesund.
Für mich beginnt das Jahr fotografisch und auch filmisch mit einem komplett neuen Projekt.
Es geht darum, Ortsteile von einer eher unspektakulären, neutralen, alltäglichen Seite auf eine dokumentarische Art zu fotografieren und zu filmen um den Betrachter einen kleinen unvoreingenommenen Eindruck dieses Ortes bzw. Ortsteiles zu vermitteln.
Ich habe dafür wieder einen alten Account in der fotocommunity aktiviert. Die Filme, die am Ende auch von einigen entstandenen Fotos abgeschlossen werden, erscheinen auf einem eigens dafür eingerichteten YouTube Kanal hier sind die beiden Links dazu:
https://www.fotocommunity.de/fotograf/carsten-gerhold-stadtteil-dokumentation/2658581
https://www.youtube.com/@stadtteil-dokumentation
Wohin mich dieses Projekt führen wird, weiß ich ehrlich gesagt noch gar nicht. Es ist das Interesse am urbanen Raum das mich antreibt das zu machen. Mir geht es vielleicht auch darum uraben Zeitdokumente damit zu schaffen. Ich lasse mir auch gerne noch offen, dieses Projekt abzuändern und vielleicht Menschen, Anwohner, Protagonisten, Zeitzeugen mit einzubauen. Ich werde berichten, wie es sich entwickelt. Die ersten Folge wird aber definitiv über Gelsenkirchen Scholven handeln, der Stadtteil in dem ich meine Kindheit verbracht habe und der sich im Laufe der Jahrzehnte dem Strukturwandel beugen musste. Das war mir eine Herzensangelegenheit. Die Folgen danach sollen dann aber keinen autobiografischen Hintergrund mehr bekommen. Gespannt bin ich auch darauf wie beide neuen Kanäle starten und sich entwickeln werden. Ich starte mit Beiden bei Null Abonennten und Followern und auch wenn es eigentlich nicht um diese Art von Wachstum geht, ist es doch interessant zu sehen wie sich sowas entwickelt. Es ist halt immer schön ein Baby dabei zu beobachten, wie es laufen lernt. Ihr wisst sicher was ich meine und sagen will.
Fotografisch in expressiver künstlerischer Hinsicht soll aber ebenfalls in diesem Jahr eine Entwicklung stattfinden. Ich möchte mich in der Streetfotografie noch mehr mit Reflexionen, Spiegelbildern und Doppelbelichtungen beschäftigen. Mein Ziel ist meine Straßenfotografie noch abstrakter zu gestalten um immer mehr eine eigene Bildsprache zu bekommen.
Wie angekündigt, habe ich im Dezember meinen Instagram Auftritt sehr reduziert. Aus über 800 eingestellten Fotos, sind nun nur noch genau 100 übriggeblieben und exakt dabei soll es auch bleiben. Das ist nicht überfrachtet und schön übersichtlich. Mir gefällt das in dieser gestrafften Form sehr. Wenn ich mal ein neues Foto hochlade, fliegt halt das mit den wenigsten Likes einfach raus. So hat man einerseits immer Bewegung in seiner Galerie, aber man verliert sich nicht wenn man sich ernsthaft mit dem Profil auseinandersetzt.
Dezember 2025
Nun hat er begonnen, der letzte Monat des Jahres. Gedanklich schon bei der Gestaltung meines Jahresbuches für das Jahr 2025, gibt es fotografisch noch etwas zu berichten. Ich bin mit der X-E5 beim Cranger Weihnachtszauber in Herne aufgeschlagen und habe mich fotografisch mit vielen Lichtern, Personen oder besser Beidem auseinandergesetzt und habe die neue Kamera weiter auf Herz und Nieren geprüft, einige Recipes und Filmsimulationen ausprobiert. Das Jahr plane ich nun wie folgt zu beenden: Es soll noch auf dem Welterbe Zollverein zu einem Museumsbesuch kommen und mein Wunsch ist es noch in Bonn das Haus der deutschen Geschichte zu besuchen, danach steht dann das schon erwähnte Jahresbuch an und ich plane ganz grob mein fotografisches Jahr 2026 in dem ich einiges ändern möchte, aber dazu an anderer Stelle mehr.
November 2025
Der Monat hat fotografisch sehr angenehm begonnen. Am 04.11. wurde ein Video Podcast von THOMAS FÜNGERLINGS auf seinem Blog weekly52.de veröffentlicht, zu dem er mich für seine 448. Folge!!!! eingeladen hat und in dem wir mehr als eine Stunde sehr angenehm über eines meiner Vorbilder SAUL LEITER , über meine Straßenfotografie, im Speziellen über die polychromen Fotos die hier auf meiner Website stehen und die Fotografie an sich gesprochen. Ich habe mal einen kleinen Ausschnitt von weekly52.de für Euch als kleinen Eindruck kopiert:
In dieser Podcastfolge spricht Thomas mit dem Straßenfotografen Carsten Gerhold über seine Leidenschaft für urbane Szenen, Farben und Bildserien. Carsten entdeckt die Fotografie schon in den 90ern, findet aber erst vor wenigen Jahren im Street-Genre seine kreative Heimat. Besonders spannend: seine serielle Arbeit aus Spanien, bei der er Tanzende unter einem schattigen Dach fotografierte – jedes Bild einzeln unspektakulär, in der Serie aber voller Rhythmus und Witz.
Ein zentrales Thema ist Carstens Ansatz „Street Polychrom“. Damit meint er Fotografien, die von Farben leben: mal bunt und leuchtend, mal reduziert bis fast monochrom. Wichtig ist für ihn, dass Farben bewusst ins Bild integriert werden – sei es ein rotes Kleid im Plaza de España oder die Korrespondenz zwischen rotem Regenmantel und rostigen Rohren im Ruhrgebiet. Auch Spiegelungen, Glasflächen und Lichtstimmungen prägen seinen Blick.
Im Gespräch geht es außerdem um Einflüsse wie Saul Leiter, Joel Meyerowitz und Anton Corbijn, deren Bildsprache Carsten stark inspiriert hat. Leiter beeindruckt ihn besonders durch die poetische Arbeit mit Regen, Schnee, Spiegelungen und unklaren Scheiben. Das „Unperfekte“ und Atmosphärische überträgt Carsten auch in seine eigene Fotografie.
Neben Technik – von Fujifilm-Filmsimulationen über die Nik Collection bis hin zur spielerischen Nutzung einer Instax-Kamera – betont er, dass es weniger um Perfektion geht, sondern um Authentizität. Auch Social Media ist für ihn ambivalent: Inspiration ja, aber die eigenen Werke will er langfristig stärker auf seiner Website zeigen, um unabhängig zu bleiben.
Das Gespräch zeigt, wie vielfältig Streetfotografie sein kann: dokumentarisch, farbgewaltig, minimalistisch oder experimentell. Carsten ermutigt dazu, Schubladen zu ignorieren und lieber dem eigenen Auge zu vertrauen. Denn Fotografie ist für ihn mehr als Technik – sie ist eine Haltung.
Thomas führt wöchentlich ein Gespräch mit Menschen aus dem Kunst, Kultur oder auch dem gesellschaftlichen Bereich. Links zu seinem Blog, dem Podcast und auch zu unserem Video bei Youtube findet Ihr hier:
ⓦ 448 🎬 Vorbild Saul Leiter: Authentizität statt Perfektion mit Streetfotograf Carsten Gerhold
Ein weiteres Highlight für mich persönlich war der Erwerb einer neuen Kamera. Ich habe meine eigentlich sehr geliebte Fujifilm X100V gegen eine Fujifilm X-E5 eingetauscht. Technisch war die X100V immer mehr unterlegen und die Aussicht auch mit einer kleinem "Straßenwerkzeug" Wechselobjektive nutzen zu können waren der ausschlaggebende Punkt. Aber auch der vorhandene Stabilisator sollen in Zukunft meinen Workflow auf der Straße erhöhen. Ich bin sehr gespannt und werde hier sicher mehr berichten zumal die nächsten Fotowalks schon mehr oder weniger feststehen. Aber dazu ganz bald mehr.
Der November führte mich aus beruflichen Gründen noch für ein paar Tage nach München. Das war die perfekte Gelegenheit das neue Werkzeug auszuprobieren. Was soll ich sagen, außer das mich die kompakte, praktische Kamera nicht nur in ihrer Bauweise und Haptik überzeugt, sondern das sie auch leicht bedienbar ist und meinem ersten Eindruck zu urteilen auch echt gute Ergebnisse liefert. In München habe ich zudem verstärkt mit Doppelbelichtungen sowie einem Mistfilter experimentiert und war da unter anderem viel in den sehenswerten U-Bahn Stationen der Stadt unterwegs.
Oktober 2025
Das war eigentlich nicht der Plan, solange hier nichts reinzuschreiben.
Beim Einrichten der Seite hatte ich den Anspruch, nicht nur meine Aktivitäten nach und nach zu aktualisieren
sowie das Portfolio hier regelmäßig zu erweitern und jetzt bin ich einfach mal 9 Monate von der Bildfläche verschwunden.
Sorry und Mea Culpa dafür. Das möchte und werde ich in Zukunft verbessern.
Das bedeutet aber nicht, das ich fotografisch untätig war.
Ich gebe Euch dann mal eine kleine Übersicht was in den vergangenen 9 Monaten so passiert ist.
Nachdem ich im Februar zwei kleinere Fotowalks in Köln und einen nächtlichen Walk in Münster absolviert habe,
bin ich im März aus beruflichen Gründen nach Nürnberg gekommen. Dort habe ich natürlich in meiner freien Zeit fotografisch die Stadt erkundet und mich auch dort in Sachen Streetfotografie versucht.
Nur wenige Tage später stand dann die erste richtige Reise auf dem Programm.
9 Tage im frühsommerlichen Andalusien ließen selbstverständlich keine Wünsche (auch fotografisch) offen.
Ich habe dort vor allem in den Städten Malaga und Marbella fotografiert.
Zum ersten mal war ich auch wieder mit einer alten analogen Kamera aus den 80er Jahren unterwegs (Olympus RD35).
Im Mai habe ich versucht mich fotografisch treiben zu lassen. Ich habe auf zwei Fototouren kein Ziel gewählt und bin einfach loszufahren um dann das zu fotografieren was spontan unterwegs passiert. Bewußt habe ich oft in weniger spektakulären Gegenden und Stadtteilen angehalten um noch mehr in Alltag und urbanen Umfeld einzutauchen und nicht unbedingt "gefällige" Fotos mit Sehenswürdigkeit zu produzieren. Bei einer dieser beiden Touren ist mir vieleicht sogar eines meiner besten Straßenfotos gelungen, zumindest ist das meine Meinung.
Im Juni war ich im Rahmen eines humanitären Hilfskonvois in der Ukraine. Wie Ihr Euch sicher vorstellen könnt, war diese Zeit dort sehr intensiv. Vielleicht habe ich dort, weil ich natürlich auch in Sachen Hilfe sehr eingebunden war, fotografisch keine Glanzleistung abgeliefert, dennoch kann man an den wenigen Fotos die Situation im Land ablesen beziehungsweise die Intensität erkennen.
Ende August war es dann soweit es stand endlich ein längerer Urlaub an. Ich war für drei Wochen an der Costa Blanca in Spanien
und habe insbesondere in den Städten Alicante, Altea, Calp, Denia, Murcia und Valencia fotografiert. Auch wenn ich nicht jeden Tag fotografiert habe, war es eine Wohltat und ich merkte das die Qualität meiner Fotos mit jeder Fototour auf das alte Niveau anstieg. In den drei Wochen sind wirklich interessante Arbeiten entstanden. Desweiteren habe ich mir ein kleines Spielzeug, eine Fujifilm evo mini instax Kamera zugelegt, mit der ich erste ganz brauchbare Versuche unternahm.
Desweiteren wurde ich im Spätsommer von meinem Arbeitgeber angefragt, die jährliche Jubilarfahrt fotografisch zu begleiten.
Natürlich ist das nicht das Parkett auf dem ich sonst unterwegs bin, aber ich habe sehr gern zugesagt. Natürlich ergab sich aus diesem Tag nichts für mein Portfolio, aber das war ja auch eigentlich nicht geplant, da ja meine Aufgabe mehr daraus bestand den Tag dokumentarisch zu begleiten.
Januar 2025
Der erste Monat des neuen Jahres verlief fotografisch relativ ruhig.
Aber ganz untätig war ich auch nicht und habe drei kleinere Projekte durchgeführt.
Gleich zu Beginn des Jahres wollte ich mal das Fujinon XF 50mm f1,0 R WR testen.
Meine Absicht war das Objektiv nur offenblendig an diesem Tag bei den verschiedensten
Lichtsituationen auszuprobieren. Ich war verblüfft, begeistert und erstaunt wie abbildungsstark
dieses Objektiv egal ob Outdoor oder in Räumen sowie bei Tageslicht und nachts, arbeitet.
Einige der Ergebnisse davon habe ich natürlich auf meinem Instagramkanal gezeigt,
aber es ist dazu auch ein Youtube Video entstanden, das ich Euch hier mal verlinke:
https://www.youtube.com/watch?v=qIUXpGxDdFI&t=39s
Die anderen beiden Fototouren beinhalteten das Thema Nebel, fanden aber an zwei
verschiedenen Tagen statt und führten mich zum einen an einem Abend in die
Innenstadt von Gelsenkirchen-Buer sowie an einem Sonntag in meinem Wohnort
Gladbeck, sowie in die Düsseldorfer Altstadt. Ich hatte bis dahin selten im Nebel
ambitioniert fotografiert und habe für mich festgestellt, das man eigentlich noch
konzentrierter und aufmerksamer sein muß , was Motivwahl und Location angeht.
Fazit: Im Nebel zu fotografieren ist sicher kein Selbstläufer, aber es macht wirklich Spaß.
Ich war jedenfalls von den vielen entstanden Fotos positiv überrascht.
Ferner habe ich mir wieder einen kleinen Flickr Account eingerichtet, Ihr habt richtig
gelesen: Good old Flickr ist wieder da, und es macht echt Freude auf der Plattform wieder
neue Fotografen zu entdecken und auch seine eigenen Arbeiten zu zeigen. Ich habe aber für
mich da ne klare Trennliniegezogen. Jedes Foto veröffentliche ich nur auf eine der Plattformen,
es gibt also keine "Doppelbelichtungen", die man gleichzeitig bei Instagram als auch bei
Flickr sehen kann. Was auf Insta ist, ist nicht auf Flickr und umgekehrt. Auch den Flickr Acoount
verlinke ich Euch hier sehr gerne und würde mich sehr freuen, Euch da begrüßen zu dürfen.
Ich bin sehr gespannt, was daraus wird und wie sich meine Flickr Mitgliedschaft
entwickeln wird.
https://www.flickr.com/photos/202129893@N06/
Dezember 2024
Der letzte Monat des Jahres führte mich gleich am ersten Samstag des Monats nach Hamburg. Das Wetter war grausam, miserabel, unangenehm - es regnete permanent. Hamburger Wetter eben. Diesmal hatte ich neben meinem 23mm auch noch ein 80mm Objektiv dabei, um die Weite des Hamburger Hafens noch besser festhalten zu können. Ich habe mich überwiegend im Bereich der Landungsbrücken aufgehalten, aber ich bin auch einige Zeit vor dem Regen in so manche, fotografisch interessante U-Bahn Station geflüchtet. Von daher kann ich definitiv eine Empfehlung für die Stationen Landungsbrücken, Überseequartier, Hafencity Universität sowie Elbbrücken aussprechen.
Einen kurzen Fotostop habe ich an einem Nachmittag mal wieder zum UNESCO Welterbe Zollverein gemacht. Dort gehe ich immer mal wieder gerne hin, es ist nah, bietet immer das eine oder andere tolle Fotomotiv und diesmal war dort das "Globalgate" aufgebaut. Das Brandenburger Tor wurde dort mit Containern nachempfunden und mit Folien verhüllt, die grafisch und bunt gestaltet wurden - was natürlich ein dankbares Motiv für jeden Straßenfotografen darstellt.
Zum Abschluss habe ich dann noch einen Abstecher nach Dortmund gemacht und habe mich dort in der Umgebung Westfalenhalle, Signal Iduna Park, Stadion Rote Erde und der U-Bahn Station Westfalenhallen auseinandergesetzt. Ursprünglich war der Plan, schöne graue Fotos inmitten von Nebel im urbanen Raum zu machen. Als ich aber in Dortmund eintraf, verschwand der Nebel und die Sonne gewann den Kampf gegen den Nebel haushoch, was mich zum Umdenken zwang - aber so konnte ich schöne Silhouetten und Licht-Schattenspiele fotografieren.
November 2024
Nachdem der Oktober für mich fotografisch eine kleine Schaffenspause bedeutete - ich war in den Monaten davor einfach zu viel auf der Straße- startete ich im November 2024 wieder enthusiastisch und kreativ auf der Zielgeraden des Jahres. Sozusagen auf dem blätter- und farbenreichen Höhepunkt des Herbstes.
Ich wollte schon lange mal wieder in Gelsenkirchen-Buer - in meinem Geburtsort in dem ich auch lange wohnte - auf der Straße fotografieren. Der Abend war geprägt von nassen Straßen und vielen Lichtern von Straßenbahnen und beleuchteten Schaufenstern. Am gleichen Abend machte ich noch einen Abstecher in das nahegelegene Bochum und fotografierte dort um den Hauptbahnhof herum, wo ich ebenfalls Motive mit sehr interessanten Lichtern vorgefunden habe.
An einem der Sonntage hat es mich zum Medienhafen in Düsseldorf verschlagen, um endlich einmal mein 56mm Objektiv auszuprobieren. Dazu wollte ich die Dunkelheit abwarten, da ich den Plan hatte, ausschließlich mit der Offenblende zu fotografieren, was sich wirklich als sehr interessant herausstellte.
Des Weiteren sind mir in diesem Monat noch einige schöne Fotos der Villa Hügel in Essen und bei einem spontanen Besuch in der Innenstadt von Wuppertal gelungen. Ich war das erste Mal dort und war natürlich fasziniert wie ein kleines Kind von der Wuppertaler Schwebebahn.